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Silvester auf Zanzibar

Silvester auf Zanzibar

 

Mit knapp einem Monat Verspätung kommt dann auch mein Blogeintrag über Silvester…

 

Nachdem wir zusammen mit anderen Freiwilligen Weihnachten gefeiert haben, ging es dann für uns ASC-Freiwilligen und noch 3 Freiwilligen einer anderen Organisation direkt am nächsten Morgen um halb 9 in den ersten Bus, mit dem wir dann bis zur Stadt namens Kapiri Mposhi gefahren sind. Denn dort fuhr unser Zug ab, den man TAZARA (TAnzania ZAmbia RAilway) nennt.

Diese Zugfahrt war auch ein Erlebnis für sich!! Wir haben zwei 6er Kabinen in der zweiten Klasse reserviert, die zwar eng waren, aber für zwei Tage völlig aushaltbar.

Wir sind dann ca. 45 Stunden quer durch Sambia und Tansania gefahren. Beeindruckt hat mich, wie unterschiedlich die Landschaften dieser beiden Länder sind. Während Sambia sehr flach und meist wenig bewachsen ist, gibt es in Tansania viele Berge, viel Landwirtschaft und es ist überall grün.

Ab Dar es Salaam sind wir dann noch 3 Stunden mit einem Schiff gefahren. Nach knapp 2 ½ Tagen Reise sind wir dann endlich in Stone Town auf Zanzibar angekommen.

 

In Stone Town haben wir die ersten Tage verbracht. Dort trafen wir auch die anderen ASC-Freiwilligen aus Uganda, Tansania und Ruanda, die jedoch in einer anderen Unterkunft schliefen, als wir.

Unsere Unterkunft war ziemlich cool (und dass, obwohl sie direkt am Fischmarkt war und es somit die ganze Zeit nach Fisch gerochen hat..). Wir hatten eine richtig schöne Dachterrasse mit Sofas, Kissen, kleinen Tischen, einer Bar und man konnte sogar auf das Meer sehen. Außerdem hat der Besitzer sich ziemlich kreativ beim Einrichten des Guest House gezeigt: Die Duschköpfe waren aus alten Trompeten, anstatt Duschvorhänge gab es aufeinander gestapelte Glasflaschen, Fahrradlenker sind zu Barhockern umgestaltet geworden, bei Lampen und Lichterketten wurden keine Glühbirnen, sondern Flaschen verwendet, Waschbecken waren alte Autoreifen etc…  

In den Tagen in Stone Town haben wir einen Ausflug zur sogenannten Prison Island gemacht, auf der es riesige Landschildkröten gibt. Außerdem haben einige von uns Freiwilligen eine Tour durch einen Mangrovenwald gemacht. Natürlich waren wir auch am Meer um zu schwimmen und in der Sonne zu liegen oder in der Stadt um in kleinen Läden zu bummeln.

 

Am Silvesterabend sind wir alle zusammen (ungefähr 25 Leute) dann weiter hoch in den Norden gefahren, denn dort fand eine riesige Party mit ca. 300 Leuten statt. Ich fand es zwar ganz cool, aber im Nachhinein denke ich, dass es in einer kleineren Runde noch besser hätte werden können. Trotzdem war es ein sehr schöner und auch laaaanger Abend!!

 

 Am 1.1.2019 haben wir dann auch direkt die Location gewechselt und sind hoch in den Norden von Zanzibar nach Nungwi gefahren.

Dort haben wir dann eigentlich fast jeden Tag am Strand verbracht und dort Karten gespielt oder gelesen. Außerdem haben einige von uns eine Sunset Cruise oder eine Schnocheltour gemacht.

 

Leider ging es für uns “Sambianer“ dann schon am 8.1. zurück in das Einsatzland. Der Rest der ASC‘ler ist erst am 10.1. abgereist, doch wir hatten die weiteste Anreise und mussten dementsprechend auch früher los, um rechtzeitig vor Schulbeginn wieder da zu sein.

Die Rückreise zurück hat sogar noch länger gedauert, als die Hinreise. Jedoch sind wir dann nach 3h Schifffahrt, 55h Zugfahrt, 2 h Taxifahrt und 8h Busfahrt heile und ein wenig müde in Livingstone angekommen.

 

Hier angekommen hat uns der Alltag wieder schnell eingeholt, was ich aber nach 4 Wochen Urlaub gar nicht so schlimm fand. Zwar wurde uns hier versichert, dass die Regenzeit jetzt angefangen hätte (und irgendwie müssen sie Recht haben, denn mittlerweile ist es in Sambia viel grüner als vor unserer Abreise), aber sobald wir wieder hier waren, hat es kaum mehr geregnet.

 

Was ich als abschließendes Fazit noch sagen will ist, dass es sich trotz des ewig langen Wegs gelohnt hat nach Zanzibar zu reisen. Die Sandstrände sind wirklich so Weis und das Wasser ist wirklich so Türkis, wie man es auf Bildern sieht. Auch war es super schön die anderen Freiwilligen wieder zur treffen, besonders weil wir in Sambia doch schon ziemlich ab vom Schuss sind und sie auch nicht auf dem Zwischenseminar in Uganda sehen, da wir ein eigenes in Sambia haben.

 

Liebe Grüße

 

Charlotte