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Die ersten Tage in Livingstone

Endlich in Livingstone angekommen wurden wir sechs von unserer Projektmanagerin Nina abgeholt und von zwei Taxis zu unserem Haus gebracht. Allein die Taxifahrt zu unserem zukünftigen Haus war spektakulär: die Tempoanzeigen funktionierten nicht, der Motor hat komische Geräusche von sich gegeben und Gurte gibt es wenn überhaupt nur vorne beim Fahrer und Beifahrer. Nichtsdestotrotz sind wir gut an unserem Haus angekommen.


Nachdem das Gepäck schnell abgelegt wurde, haben wir mit einer Mitarbeiterin von Nina, die übrigens zusammen mit ihrem Mann Chiinga ein Touristenunternehmen führt, eine kleine Stadttour unternommen. Das aktive Stadtleben von Livingstone findet hauptsächlich an einer Straße statt. In den abzweigenden Nebenstraßen sind dann meistens die Häuser der Einwohner und ein paar weitere Geschäfte, Märkte oder Restaurants.

Was noch ziemlich ungewohnt für mich ist, sind die Blicke der Einheimischen. Aufgrund unserer Hautfarbe fallen wir Freiwillige doch relativ stark auf. Aber ich denke, dass wird auch noch besser werden bzw. wir werden uns daran gewöhnen.


Ein paar Worte zu unserer Unterkunft in der Stadt, oder eher die Unterkunft von den Stadt-Feiwilligen Paula, Luise, Jaschka und Tom (Patrick und ich werden ja noch in unser Dorf Simonga ziehen) : das Haus ist eigentlich viel zu groß für 6 oder gar 4 Leute. Dazu ist es auch noch ziemlich spärlich eingerichtet, was den Effekt der Größe noch mal verstärkt. Auch die Badezimmer sind überholungsbedürftig, besonders die Duschen. Wasser aus der Leitung ist auch nicht dauerhaft vorhanden, was besonders beim Abspülen oder Duschen ärgerlich ist.

Aber es sind alles Sachen, auf die man sich einstellen kann und wenn man sich daran gewöhnt, auch gar nicht mehr so schlimm ist. Mittlerweile kann man es gut mit Humor nehmen.


An den nächsten zwei Tagen haben wir uns mit Nina hauptsächlich unsere Einsatzstellen angeguckt. Mich hat erstaunt, wie stark die sich alle voneinander unterscheiden. Da wir 6 alle unterstützend an Grundschulen beim Sportunterricht helfen, lassen sie sich relativ gut vergleichen. Während einige Schulen super ausgestattet und organisiert sind, sind andere eher spärlich ausgerüstet und weniger organisiert.

Patricks und meine Einsatzstelle in der Tongabezi Turst School, auch genannt Tutjatane, ist eher eine von den besser ausgerüsteten Schulen. Das Gelände ist ziemlich schön, groß und besonders cool finde ich, dass das Schulgelände halb im Busch liegt und somit ziemlich grün ist. (Fotos werden im Blog über meine Arbeit dort zu finden sein.)

Das andere Projekt findet an der Simonga Primary School statt, die direkt in unserem Dorf liegt. Als wir nach der kurzen Schulbesichtigung noch schnell in Patricks und meine Hütten reinschauen wollten, hat uns eine ganze Reihe Kinder freudig begrüßt und uns zu unserem zukünftigen Zuhause begleitet. Wir haben dann auch gleich unseren Vermieter Aston und seine Frau Caroline kennengelernt. Alles in allem kann man sagen, dass Patrick und ich uns sofort ziemlich wohl gefühlt haben und direkt einziehen wollten - ging jedoch leider nicht, denn als unser Umzug am nächsten Abend stattfinden sollte, ist Ninas Auto kaputt gegangen. Also haben wir beschlossen doch noch im Stadthaus zu bleiben, weil wir zwei Tage später, also am Sonntag, sowieso nach Lusaka (Hauptstadt Sambias) fahren sollten und der Umzug sich dann nicht mehr wirklich gelohnt hätte.


Am Samstag hatten wir dann unseren ersten freien Tag und haben uns etwas ausgeruht, bevor es dann am nächsten Morgen mit dem Bus nach Lusaka ging.


Von dem Seminar, an dem wir alle in Lusaka teilgenommen haben, werde ich dann im nächsten Blogeintrag erzählen.


Liebe Grüße

Charlotte