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Ungeplanter langer Zwischenstopp in Südafrika

Ursprünglich war vorgesehen, dass mein nächster Blogeintrag aus Livingstone in Sambia kommt. Dem ist nicht so…

 

Anfangs startete alles reibungslos in Frankfurt. Wir 6 Livingstone-Freiwillige trafen uns am Flughafen und gingen nach der Kofferaufgabe zusammen zum Security-Check, wo ich mich dann von Mama, Papa und Leonie verabschiedete (während Anton leider die Schulbank drücken musste). Nachdem ich dort direkt den ersten Alarm auslöste, jedoch trotzdem ohne Sonderkontrolle durch gewunken wurde, war die erste Hürde überstanden.

 

Der Flug nach Doha in Katar verlief ruhig und ohne Vorfälle. Wir landeten pünktlich und mussten ganze 8 Stunden auf unseren nächsten Flieger warten. Als es dann um zwei Uhr nachts endlich soweit war und das Flugzeug starten sollte, bekamen wir gesagt, dass es “technische Probleme“ gäbe und der Flug sich um 20 min verzögern würde – was uns da noch nicht klar war: unsere Umstiegszeit zum nächsten Flieger verkürzte sich dadurch auf nur 20 min!!

Erst als wir dann morgens 11 in Johannesburg landeten, bekamen wir Bammel den Flug nach Livingstone nicht mehr zu bekommen. 

Problematisch: Es gibt nur einen Einzigen Flieger nach Livingstone pro Tag –  Richtigen Stress bekamen wir dann erst, als eine Mitarbeiterin des Flughafens (sie stellte sich nachher als unsere Retterin heraus) uns zurief, dass wir lieber rennen sollten.

 

Der Johannesburger Flughafen ist riesig und wir mussten ausgerechnet von der einen Seite zur Anderen. Obwohl wir uns alle ziemlich abhetzten, bekamen wir den Flieger gerade so nicht mehr, was unter anderem der Passkontrolle und dem erneuten Security-Check in die Schuhe zu schieben ist L

Also sind wir Freiwilligen ziemlich geknickt zum Qatar Airways-Schalter gedackelt und haben auf dem Weg die Flughafenmitarbeiterin getroffen, die uns freundlicherweise dahin begleitete.

Nachdem wir den Angestellten dort unsere Situation erklärten, wurden wir gebeten zu warten, was wir dann auch ganze 3 Stunden taten. Schließlich wurden wir nach einigem Hin- und Her von der Flughafenmitarbeiterin zu einem anderen Stand gebracht wurden, an dem man uns erklärte, dass wir für die Nacht in einem Hotel untergebracht werden würden. Also holten wir unser ganzes Gepäck, welches Gott sei Dank aus dem Flieger geladen wurde, und wurden von unserer Helferin zu einem Shuttle gebracht.

 

Beim Einchecken ins Hotel dann der nächste Schock: Alle Zimmer sind ausgebucht und wir sollen wieder zurück zum Flughafen. Mittlerweile fragten wir uns alle, wo die versteckte Kamera ist und wann wir endlich was zu Essen bekämen, denn mittlerweile war es 17 Uhr und wir hatten seit dem Flugzeugfrühstück um 6 Uhr morgens nichts mehr gegessen. Glücklicherweise erhielten wir dann doch jeder ein Zimmer und ein verspätetes aber kostenloses Lunch, sowie Dinner und Breakfast.

 

Jetzt sitze ich nicht, wie erwartet in Livingstone in unserem Haus, sondern liege in einem sehr bequemen Bett in einem 4-Sterne Hotel in Südafrika. Auch nicht schlecht J.

 

Ich hoffe, dass morgen alles glatt geht und der nächste Blogeintrag dann wirklich aus Livingstone oder meinem Dorf Simonga kommt.

Liebe Grüße aus Johannesburg

 

Charlotte

Hotelzimmer
Hotelzimmer